
Glockenläuten (Aufnahme von Bernd Siegordner, Erlangen) |
Die Stadtkirche ist der Entstehungszeit entsprechend (1959/60) ein geradliniger Hallenbau aus Stahl,
Beton und Glas, den Gestaltungsmitteln der damaligen Zeit. Während das von dem Kunstmaler Baumhauer
entworfene Altarkruzifix und der Tabernakel sich eher gotischer Stilart nähert, verkörpert das französische
Tauffenster des Bildhauers Hägele (Glaswerkstätte Derrix Rottweil ), als Betonglasfenster gestaltet,
die Moderne. Den monoliten Taufstein taucht es zugleich in hellgelbe, feuerrote und tiefblaue Lichtstrahlen.
Der aus 5 Bildgruppen zu je drei Gemälden bestehende Kreuzweg
des Künstlers Raphael Seitz unterscheidet
sich von herkömmlichen Kreuzwegen nicht nur durch seine Größe , sondern auch durch die Art seiner Darstellung.
Beabsichtigt ist eine verbindende Beziehung des Betrachters zum Bild. Der das Stadtbild Winnendens prägende,
schlanke Glockenturm ist das höchste Bauwerk der Stadt. Die 1964 gegossenen fünf Glocken des Turmes läuteten,
ehe sie nach Winnenden kamen, vom 2.bis 6.September 1964 beim 80. Deutschen Katholikentag in Stuttgart
die Gottesdienste ein. |